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20.05.2022 · 3 Min. Lesezeit

Leder richtig pflegen: was funktioniert, was schadet

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Leder richtig pflegen: Welche Lederarten es gibt, wie Sie reinigen, was Sie unbedingt vermeiden sollten , warum Beratung zählt.

Lederpflege mit speziellem Pflegemittel, Anwendung in Faserrichtung

Ein Ledersofa ist eine Investition, die sich über viele Jahre auszahlen kann, vorausgesetzt die Pflege stimmt. Dabei kommt es nicht auf Aufwand an, sondern auf die richtigen Handgriffe zur richtigen Zeit. Wer ein paar Grundregeln kennt, erhält die Oberfläche dauerhaft geschmeidig und schön.

Das Wichtigste in Kürze
  • Lederart kennen: Gedecktes Glattleder, ungedecktes Glattleder und Rauleder benötigen unterschiedliche Pflege.
  • Richtig reinigen: Mikrofasertuch und passendes Reinigungsmittel, kein Hausmittelersatz.
  • Finger weg von Milch und Poliermitteln: Beide schaden der Oberfläche nachweislich.
  • Regelmäßig pflegen: Alle zwei Monate mit einer Pflegelotion: verhindert Austrocknung und Risse.
  • Im Zweifel beraten lassen: Bei über 200 Lederarten gibt es keine Einheitslösung.

Lederarten: Der erste Schritt zur richtigen Pflege

Nicht jedes Leder ist gleich. Wer weiß, mit welcher Oberfläche er es zu tun hat, trifft automatisch bessere Pflegeentscheidungen.

Glattleder tritt in zwei Varianten auf:

  • Gedecktes Glattleder wurde durch Folieren, Lackieren oder Wachsen veredelt. Die aufgetragenen Schutzpigmente bilden eine robuste Oberfläche, die vergleichsweise pflegeleicht ist.
  • Ungedecktes Glattleder ist minimal verarbeitet und zeigt die natürliche Narbung besonders deutlich. Es sieht edel aus, ist aber empfindlicher gegenüber Feuchtigkeit und Schmutz.

Rauleder entsteht durch Anschleifen der Oberfläche. Hier wird zwischen zwei Typen unterschieden:

  • Nubukleder: kürzere, feine Fasern; samtartig im Griff.
  • Veloursleder: längere Fasern; weicher und fusselig.

Beide Raulederarten reagieren auf Nässe und Fett empfindlich und benötigen spezielle Pflegeprodukte.

Lederarten auf einen Blick
  • Gedecktes Glattleder: robust, pflegeleicht, guter Alltagsschutz durch Schutzschicht
  • Ungedecktes Glattleder: natürliche Narbung, edles Aussehen, empfindlicher bei Feuchtigkeit
  • Nubukleder: feine kurze Fasern, samtartig im Griff, benötigt spezielle Pflegeprodukte
  • Veloursleder: längere Fasern, weich, sehr empfindlich gegenüber Nässe und Fett

Was ist überhaupt echtes Leder?

Nach RAL 060 A2 gilt als echtes Leder ausschließlich tierische Haut, die durch Gerben bearbeitet wurde. Ein Oberflächenüberzug aus Kunststoff, Folie oder Lack ist erlaubt, jedoch nur bis zu einer Stärke von 0,15 mm. Ist die Schicht dicker, darf das Material gesetzlich nicht mehr als „Leder" bezeichnet werden.

Was bei der Reinigung wirklich hilft und was schadet

Das Internet ist voll von gut gemeinten Tipps zur Lederpflege. Leider sind einige davon schlicht falsch.

Milch als Reinigungsmittel: Finger weg. Milchsäurebakterien greifen die Lederoberfläche an und hinterlassen mit der Zeit unangenehme Gerüche. Dieser Tipp hält sich hartnäckig; er ist trotzdem falsch.

Polieren und Scheuern: ebenfalls nicht. Zu viel Druck oder abrasive Mittel öffnen die Oberfläche und hinterlassen Kratzer, die sich nicht mehr rückgängig machen lassen.

Was wirklich funktioniert: Ein weiches Mikrofasertuch und ein Reinigungsmittel, das auf die jeweilige Lederart abgestimmt ist. Wischen, nicht reiben; keine übermäßige Feuchtigkeit.

Da es über 200 verschiedene Lederarten gibt, lässt sich kein universelles Reinigungsprodukt empfehlen. Das GRW-Serviceteam berät Sie gerne, welches Mittel zu Ihrem Polstermöbel passt.

Reinigung: Was geht, was nicht
  • Erlaubt: weiches Mikrofasertuch, auf die Lederart abgestimmtes Reinigungsmittel
  • Nicht erlaubt: Milch, Hausmittel, Polieren oder Scheuern
  • Richtig wischen: Feuchtigkeit sparsam dosieren, nicht einreiben
  • Bei Unsicherheit: GRW-Service in Thierhaupten kontaktieren

Regelmäßige Pflege: Kleine Maßnahmen, große Wirkung

Leder trocknet aus, besonders in beheizten Räumen. Wer das verhindert, verhindert auch Sprödigkeit und Risse.

Grundausstattung: Ein Fensterleder zum Abwischen und ein Mikrofasertuch reichen für den Alltag aus. Dazu kommt eine auf das Leder abgestimmte Pflegelotion.

Turnus: Alle zwei Monate genügt in der Regel eine vollständige Pflegebehandlung.

Sommer: Direkte Sonneneinstrahlung und hohe Temperaturen ermüden das Leder. Spezielle „Leder-Sonnenmilch" schützt die Oberfläche vor Hitze und UV-Strahlung.

Winter: Heizungsluft senkt die Luftfeuchtigkeit im Raum. Das merkt das Leder als erstes. In dieser Jahreszeit lohnt es sich, die Pflegeintervalle etwas zu verkürzen oder die Luftfeuchtigkeit gezielt zu regulieren.

Pflegerhythmus im Überblick
  • Täglich: Mikrofasertuch, kein Reiben
  • Alle 2 Monate: vollständige Pflegebehandlung mit Pflegelotion
  • Sommer: Leder-Sonnenmilch gegen UV und Hitze
  • Winter: Pflegeintervall verkürzen, Luftfeuchtigkeit im Raum beachten

Wer sich unsicher ist, welche Lederart sein Möbel hat, oder welche Pflegeprodukte passen, ist bei GRW in Thierhaupten gut aufgehoben. Eine kurze persönliche Beratung erspart langfristig viel Ärger und schützt die Investition.

Leder-Pflegeprodukte und Beratung

Weiterführend

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